Der Weg zu unseren Bäumen beginnt in der Comunidad Valenciana in Spanien, auf halber Strecke zwischen Barcelona und Valencia. Wir fahren vom Meer in Richtung Berge. In der flachen Ebene entlang der Küste prägen Orangen-, Mandarinen- und Zitronenbäume das mediterrane Bild. Es ist ein fast nicht enden wollendes, dunkelgrünes Meer aus Bäumen, welches bis in den Februar immer noch über und über mit orange und gelb leuchtenden Früchten getupft ist.

Immer wieder streift unser Blick eine kleine Ansammlung von Oliven oder Johannisbrotbäumen. Das Landschaftsbild ist jedoch überwiegend monoton. Hier gibt es genug Wasser im Boden und damit wird den Zitrusfrüchten vor allen anderen Bäumen in der Landwirtschaft Vorrang gegeben.

Wir fahren weiter in Richtung Inland und lassen die großen Felder an uns vorbei ziehen. Schon nach kurzer Zeit bemerken wir eine Veränderung. Es geht leicht bergauf. Die Landschaft wird karger und felsiger. Die ehemals unzugänglichen, steilen Hänge an den vorbeiziehenden Hügeln und Bergen erscheinen in einer gleichmäßigen, für das Mittelmeer so typischen Geometrie: Lange, waagerechte, in regelmäßigen Abständen verlaufenden Steinmauern, geschickt aufgeschichtet und schon so lange hier, dass sie uns wie ein natürliches, zu den Bergen gehörendes Muster vorkommen.

Die Farbe der Landschaft verändert sich ebenfalls und wechselt von dunkelgrün zu silbrig- und hellgrün, durchsetzt von grauen Felsen, roter Erde und einem unwirklich erscheinenden zartrosa. 

Fast ohne es zu bemerken, sind wir im Oliven- und Mandelland angekommen! Hier liegen unsere kleinen Haine. Wir übernehmen die kleinen Felder der ehemaligen Bauern. Weit um das Dorf verteilt stehen unsere Bäume. Jedes Land trägt einen eigenen Namen, und so weiß die ganze Familie, welches Land gemeint ist, wenn auf dem „Bäckerland“ geschnitten werden muss und dass auf „dem Land mit der Schaukel“ die Mandelblüte schon vorbei ist, und dass das Gras am „Algarrobo-Land“ schon gemäht wurde.